E-BIKES MIT VORDERRADANTRIEB // Der Antrieb ist an einer grossen Nabe ím Vorderrad erkennbar, die größer ist als ein Nabendynamo. Der Vorderradantrieb läßt sich gut nachrüsten. Die Regelung erfolgt über Schaltstufe und Bewegungssensoren.
Der Akku für den Vorderradantrieb kann dabei im Mittel- oder Gepäckträger des Fahrrades untergebracht sein, ebenso die Elektronik. Das bedeutet in der Regel auch ein längere Verdrahtungsweg. Eine Stromrückführung ist nur bei Radnabenmotoren ohne Getriebe/Freilauf (Direktläufern) möglich.
Es gibt unterschiedlich grosse Antriebssystem (im Durchmesser), die kleineren besitzen ein Übersetzungsgetriebe und machen hörbare Laufgeräusche. Der eingestellte Gang der Schaltung hat keinen Einfluß auf die Drehzahl des Motors, diese ist immer direkt proportional zum Fahrtempo. Die Antriebsnabe im Vorderrad hat aber auch ein bestimmte Wirkung auf den Lenkungsmechanismus des Fahrrades - je nach Geschwindigkeit der Fahrweise.
E-BIKES MIT TRETLAGERANTRIEB // Der Antrieb befindet sich im Mittelbereich des Fahrrades, in der Regel auf Höhe der Pedalantriebstechnik. Er wirkt mit einem Zahnkranz direkt auf die Kette zum Hinterrad. Die Kraft des Antriebs wird gemeinsam mit der Kraft des Fahrers über die Hinterradübersetzung übertragen, was den Wirkungsgrad speziell am Berg erhöht.
Für diese Antriebsart ist aber ein spezieller Einbaurahmen erforderlich, daher kann es keinen Nachrüstsatz geben. Der Schwerkpunkt liegt tief (gute Strassenlage), Laufgeräusche sind leicht hörbar, kurze Verkabelung - da der Akku in der Regel direkt darüber eingebaut ist, ebenso die Elektronik. Integrierte Kraftmessung möglich. Die Motorbremse und die Generatorfunktion sind herstellerbedingt.
Verschiedene Schaltungsarten sind verwendbar - auch Nabenschaltungen (allerdings ohne Rücktrittbremse).
E-BIKES MIT HINTERRADANTRIEB // Die Hinterradnabe ist durch einen Elektro-Antrieb ersetzt, der unabhängig von der Schaltung (Unter-/Übersetzung) direkt auf das Hinterrad wirkt. Bei Nabenmotoren im Hinterrad ist keine Rücktrittbremse möglich, es gibt nur die Kombination mit der Kettenschaltung (Freilauf erforderlich).
Speziell BionX-Systeme bieten die Möglichkeit einer Generatorfunktion, die die Akkunachladung während der Gefällefahrt oder beim Bremsen übernimmt, aber auch gleichzeitig einer Motorbremsung bei längerem Gefälle. Es gibt je vier elektronisch einstellbaren Antriebs- und Motorbremsstufen.
Im Antriebsmotor wird die gemessene Tritt- oder Kettenspannung direkt in eine dementsprechende Motorleistung umgesetzt. Mehr Pedal-Arbeit heisst eigentlich, dass im grössten Gang auch die grösste Kettenspannung gemessen wird und im kleinsten Gang die Kette wenig Zug hat. Im Umkehrschluss heisst das, kleiner Gang gleich kleine Kettenspannung und kleines Drehmoment - der Rückenwind läßt so weiter nach.